mir - Russland

Das russische m i r bedeutet Frieden, steht aber auch für Welt und Gemeinschaft, wie Wikipedia wissen lässt. Das erinnert mich an die etymologisch abgeleitete Deutung für Frieden im Germanischen.Die führt auch zum "abgesicherten friedlichen Raum einer Sippe".

So nennt sich eine, russische Dorfgemeinschaft M i r.  Die russische Weltraumstation heißt M i r. Und manche Einrichtung, wie z.B. ein Fersehsender, ein polnisch-russisches Segelschiff, russische Forschungs-U-Boote nennen sich ebenso.

Zur Tradition von m i r / Frieden  im Russischen müsste man sehr viel mehr in die alte russische Kultur eintauchen. Rainer Maria Rilke war fasziniert von der erdgebundenen Dimension der Religion der russischen Bauern.

Es gibt neuerdings eine Bewegung in Russland, die von einer jungen Einsiedlerin in der Taiga ausgeht. Sie gehört nach eigenen Aussagen zum alten Stamm der Wed-Russen. Hier ist eine Weltanschauung und ein reales Leben aktiv, das in der Tat unsere Welt und unser Leben revolutionieren kann. In der Einheit von Mensch, Erde und dem Kosmos und ihrer sich untereinander fördernden Verbundenheit [1], kann körperliche Gesundheit und ein friedlich-produktives Zusammenleben bei gänzlicher Achtung der Einzelnen, der Familie und kleiner gesellschaftlicher Einheiten zu einer wieder maßvollen (vgl. die Hunza), befriedigenden und friedlichen Zivilisation führen. Die Einsiedlerin und Seherin Anastasia bleibt zwar in der Taiga, ihre Erkenntnisse und Ziele haben sich jedoch mittels ihres Vertrauten und Vater ihrer Kinder (Vladimir Megre, ursprünglich russischer Kaufmann) in Russland wie in Europa bereits weit verbreitet. Sie werden sowohl von staatlicher wie von kirchlicher Seite, mit den üblichen Waffen, heftig bekämpft. Ein Zurück zur Natur und zu früherer Primitivität wird der Bewegung vorgeworfen und eine religions- und christentumsfeindliche Einstellung. Anastasia kritisiert in der Tat kirchliche Strukturen und die Herrschaft von Priesterklassen, ob im Christentum oder in alten (z.B. ägyptischen) Kulturen, den inneren persönlichen kosmischen "Gottes"bezug (Gott als Urgrund des Seins) aber ehrt sie unabdingbar. Und vom Zurück zu primitiven Gesellschaftsformen kann keine Reden sein. Ihr Gesellschaftsmodell inklusive der Schulbildung findet im offenen Russland und in Verbindung mit den realen Gegebenheiten des Landes statt. Es ist zu hoffen, dass die Erfahrungen von M. Ghandi, hier wie in vielen anderen Bereichen von Neuerung wahr werden: "Zuerst belächeln sie uns, dann bekämpfen sie uns, und dann werden wir siegen."

Ich stelle fest, dass hier das Umgekehrte von dem stattfindet, was beim Volk der Hunza der Fall ist: Das Hunza-Volk hatte die gesunde natürlich Lebensweise und verfiel der denaturierten modernen, während die Anastasia-Bewegung die denaturierte und degenerierte Lebensweise des modernen Russland und der modernen Welt zu Werten von bodenständigeren älteren Zeiten hinführt. Während beim "gefallenen" Hunza-Volk, soweit ich das sehen kann, keine, zumindest keine ernsthafte Auseinadersetzung mit der modernen Welt stattfindet, steht die Anastasia-Bewegung in der aktiven ständigen Auseinandersetzung mit ihr, sodass eine neue gediegene, gewachsene und hoffentlich wachsende gesunde Zivilisation entstehen kann. Salam/Shalom: "Wohlergehen für alle", ist für "eine Welt ohne Krieg" möglich. Die Selbstoffenbarung Anastasias, wie wir eine solche, wenn wir denn Ohren haben zu hören, gelegentlich im hundsgewöhnlichen Alltag wie eine Perle bei Menschen erleben können, lautet: "Ich bin die Frau des Ursprungs". Zurückfinden zur evolutiven Kraft des Ursprungs[2] das wäre was... Dann könnte das Wort des riesigen russischen Kulturträgers Leo Tolstoi, das Schlusswort zu seinem riesigen Werk, für eine ganze künftige Epoche stimmen: "Der Krieg wich endlich dem Frieden".

 

H. Raskob


[1] Hans-Peter Dürr, München, Atom-Physiker und Friedens-Theoretiker und -Praktiker führt das EPR-Phänomen (nach Einstein, Podolsky und Rosen) an, um auf die sozusagen real-existierende und real-wirksame "wellenhafte" Verbindung von allem mit allem hinzuweisen. Danach können beliebig weit voneinander entfernte Teilchen, über den ganzen Kosmos hin, miteinander kommunizieren - und sie tun es auch, sie stimmen sich aufeinander ab. Sie kooperieren miteinander und bringen, wie die Evolution uns zeigt, aus selbstorganisatorischer Kraft eine erstaunliche Welt hervor. Vgl. Dürr und Österreicher: Wir erleben mehr als wir begreifen. S. 21. Auch Raskob: Logotherapie, S. 403.  Es gibt mehr und mehr Forschungen auf diesem Gebiet. "Um das Leben entsprechend eines 'Kooperativen Weltbildes' zu organisieren, muss der Mensch beginnen, mit der Evolution zu kooperieren" heißt es bei: http://www.kooperation-evolution.de/info/info.html. "Kooperation ist ein neues Schlüsselwort im modernen Verständnis der Welt, so heißt es hier  beim Forschungsprojekt "Kooperation mit der Evolution... Das Projekt entstand auf Initiative des Erfinders und Unternehmers Dr. Ing. Hans Sauer, der in seinem Leben (1923 - 1996), der diesen schöpferischen Ansatz erforschte und erfolgreich praktizierte.
 

[2] Wieder, ebd.