chanunpa wakan - Indigene Völker, Nordamerika

Die Friedenspfeife, in der Sprache der Sioux-Stämme Nordamerikas Chanunpa Wakan, Heilige Pfeife, genannt, ist zu einem bedeutenden Begriff und Symbol einer Friedenskultur geworden. Weiße, insbesondere die nach Frieden und Spiritualität suchende Generation der letzten paar Jahrzehnte, spricht mit großer Bewunderung von diesem heiligen Gegenstand indigener Völker und verbindet damit ein kulturell tief verankertes Bewusstsein für Frieden, Gerechtigkeit und Verlässlichkeit im gelebten Alltag jener Völker. Diese Kultur ersehnen sich die Bewunderer der Naturvölker gerade auch für unsere Kultur und Zeit. Den speziellen Namen  Friedenspfeife hat sie auch von Weißen bekommen.

Dem Mythos der nord-amerikanischen Indianer zufolge wurde ihnen die Chanunpa Wakan, von der weißen schönen Buffalo-Frau Whope, die allgemein als Kulturbringerin verstanden wird, als Symbol des Friedens geschenkt.  Die Eingeborenen Nord-Amerikas  benutzen ihre geheimnisvolle heilige Pfeife in feierlichen Ritualen bei Vertragsabschlüssen, Verhandlungen und feierlichen Anlässen,  insbesondere auch zur Bekundung von Freundschaften und bei Gebetszeremonien. Mit der Form und den einzelnen Teilen der Pfeife verbinden sie Teile ihrer Weltanschauung, wie z.B. den Kopf der Pfeife als Mutter Erde, den Stiel als Weg der menschlichen Entwicklung.

Da der Begriff in den Sprachgebrauch der westlichen Welt eingegangen ist und zwar mit dem eindeutigen Verständnis von friedlichen Lösungen [1] und überhaupt einer Kultur des Friedens,  soll die Friedenspfeife Chanunpa Wakan in die Zeile friedens-symbolischer Wörter aufgenommen werden.

 

H. Raskob

 


[1]  In unser Sprachverständnis eingegangen: Bei den Verhandlungen wegen Autobauer Opel formuliert z.B. die Frankfurter Rundschau 6. Dez. 2009:  GM packt die Friedenspfeife aus.