Satzung des Vereins Friedensspirale

§ 1  Name, Sitz, Eintragung und Geschäftsjahr 

(1) Der Verein führt den Namen Friedensspirale.

(2) Er hat seinen Sitz in Potsdam.

(3) Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Potsdam eingetragen.

(4) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 

 

§ 2 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3) Mittel des Vereins dürfen ausschließlich für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 

 

§ 3 Zweck und Ziele des Vereins

(1) Die Förderung internationaler Gesinnung von Toleranz und Völkerverständigung und die Bewusstseinsveränderung im Blick auf "Welt ohne Krieg" sowie aktive Mitarbeit an der Gestaltung einer friedvollen, dem Leben und der Liebe zugewandten Welt sind Zweck und oberste Zielsetzung des Vereins Friedensspirale.

Das schließt die Entwicklung und Stärkung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern ein und damit alle Aktivitäten, die zur zwischenmenschlichen Begegnung der Völker beitragen. Der Verein ist in seinen Aktivitäten besonders darauf bedacht, die Grundlagen für friedliche Beziehungen zu schaffen, d.h. a) an der Heilung der durch Kriege und Menschenrechtsverletzungen entstandenen Traumatisierungen mitzuarbeiten; b) unter- und hintergründige politische und wirtschaftliche Kriegsinteressen aufzudecken und zu verhindern, sowie Wege aufzuzeigen und Methoden zur Anwendung zu bringen, die friedliche Konfliktlösungen und friedfertige Kommunikation ermöglichen. Das schließt Einladungen und Besuche von Vertretern anderer Völker ein, insbesondere zum Zweck der Aufarbeitung von durch Kriegshandlungen entstandene Traumatisierungen und zum Erlernen friedfertiger Kommunikation und friedlicher Konfliktlösungen.

Im Einzelnen und unter anderem geht es darum:

a) das Bewusstsein zu fördern - als tragfähige Grundlage für den Weltfrieden - dass alles aus demselben Urgrund des Seins und des Lebens hervorgegangen ist und wir als eine Menschheit zusammen mit allem, was geworden ist, eine organische Lebens- und Schicksalsgemeinschaft bilden, weshalb alle und alles in seiner jeweiligen Natur zu achten ist;

b) das Wissen zu verbreiten, dass die allseits und immer vorhandenen Konflikte, im Privaten und im Öffentlichen, friedlich und zum Besten aller Beteiligten gelöst werden können, auf der Basis eines klaren Willens, auf der Grundlage von Gerechtigkeit, Fairness, Selbstachtung, Achtung der Anderen, eigener und fremder Kulturen;

 

c) die jeweils vorhandenen Kenntnisse und Methoden zur effektiven und friedlichen Lösung von  Konflikten angemessen zur Anwendung zu bringen;

d) die von Menschen erdachte Kriegs-Ideologie sowie die dafür geschaffenen kriegsrelevanten  Institutionen nicht länger als notwendige oder letzte Mittel der Konfliktlösung zu akzeptieren, sie allgemein als irrational und unmenschlich zu erkennen und alle Kräfte aufzubieten sie zu überwinden;

e) ein ungebührliches Profit- und Machtstreben, das vielfach im Unter- oder  Hintergrund versteckt verantwortlich ist für das Instigieren von einzelnen Kriegen sowie für die Aufrechterhaltung der Kriegsidee und seiner Institutionen, zu beachten und Mittel und Wege zu finden, dies aktiv zu unterbinden; das Bewusstsein zu schaffen, dass solches Tun in Bezug auf die Rüstungsindustrie wie auch in andern Bereichen für das Gemeinwohl wie für das Wohl der Betroffenen einen destruktiven, das Leben behindernden Charakter haben; 

f) an der Heilung der in der Menschheitsgeschichte durch Krieg, Gewalt und unverträgliches Profitstreben entstandenen Verstrickungen und Wunden am Menschheitskörper und -bewusstsein mit passenden, jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden mitzuwirken;

g) das Bewusstsein zu fördern: "es ist genug für alle da, und weniger kann mehr sein ", die Lust und Liebe am gemeinsamen wie am individuellen Leben zu schüren; den Gewinn des Miteinander, der Zugewandtheit und des not-wendigen Helfens zu entdecken und kreativ zu fördern;

h) die Religionen kritisch zu unterstützen in ihren Aufgaben für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen untereinander in Verbindung zu ihrem Urgrund;

i) aus der unheilvollen aktuellen Weltlage zu einer Kultur des Lebens, der Liebe und des Friedens zu finden.

(2) Die genannten Aspekte der Zielsetzung sollen durch verschiedene Veranstaltungen und Tätigkeiten in gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, weltan-schaulichen und in anderen relevanten Bereichen verwirklicht werden. Vorgesehen sind z.B. Einladungen und Besuche ins Ausland und aus dem Ausland, Seminare, Tagungen, Kongresse, gezielte Projekte in oder für Konfliktregionen oder -bereiche, Publikationen, regelmäßige Treffen von Interessierten, (evtl. jährliche) Friedensfeste u. ä.

(3) Eine kreative Zusammenarbeit oder Kooperation mit vielen Personen, Organisationen und Institutionen, die den ideellen und praktischen Zielen der Friedensspirale förderlich sind, ist erwünscht.

(4) Der Verein ist national und international tätig.

 

§ 4 Mitgliedschaft 

(1) Ordentliches Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person des privaten und öffentlichen Rechts werden.

(2) Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand.

(3) Die Mitgliedschaft beginnt mit der schriftlichen Bestätigung der Mitgliedschaft durch den Vorstand. 

(4) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(5) Mitglieder können durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand ihre Mitgliedschaft zum Ende des Jahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

(6) Falls ein Mitglied in grobem Maße gegen die Satzung, oder in sonstiger Weise gegen die Ziele der Friedensspirale verstößt, kann es ausgeschlossen werden. Das betreffende Mitglied hat die Möglichkeit, von einer unabhängigen Kommission angehört zu werden. Unter Berücksichtigung der Anhörung entscheidet am Ende der Vorstand.

(7) Die Höhe der jährlichen Mitgliedsbeiträge wählen die Mitglieder nach eigenem Ermessen. Zur Auswahl stehen 10,- Euro und ein Vielfältiges von zehn in beliebiger Höhe. Sie können den individuellen Beitragssatz jährlich ändern. Das Kalenderjahr ist der Bemessungszeitraum. Die Bekanntgabe des jeweiligen Beitragssatzes ist zwei Monte vorher, also im November, erwünscht.

 

§ 5 Arbeits- und Regionalgruppen

Im Sinne der Zielsetzungen des Vereins können sich Arbeitsgruppen und Regionalgruppen konstituieren.

 

§ 6 Förderer 

(1) Förderer der Friedensspirale unterstützen die Aufgaben und Ziele des Vereins hauptsächlich durch finanzielle Spenden oder als Sponsoren.

(2) Förderer werden zu den Mitgliederversammlungen eingeladen. Sie haben Teilnahmerecht, Rederecht und Anspruch auf jährliche Rechenschaftsberichte des Vereins.

(3) Förderer können durch Antrag ordentliches Mitglied des Vereins werden und, somit der Satzung verpflichtet, Stimmrecht im Verein erhalten.

 

§ 7 Ehrenmitglieder

(1) Die Friedensspirale kann Persönlichkeiten, die sich besonders um Frieden in der Welt oder in bestimmten Bereichen verdient gemacht haben, als Ehrenmitglieder in den Verein aufnehmen.

(2)  Ehrenmitglieder haben volle Mitgliedsrechte.

 

§ 8 Organe des Vereins sind:

2 - die Mitgliederversammlung

3 - der Vorstand

4 - der Beirat

 

§ 9 Mitgliederversammlung

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt.

(2) Der Vorstand lädt schriftlich (z.B. per E-Mail oder Brief) unter Bekanntgabe der Tagesordnung, spätestens zehn Tage vor dem Termin, dazu ein.

(3) Außerordentliche Mitgliederversammlungen können aus besonderem Anlass von wenigstens fünf  Einzelmitgliedern beantragt und vom Vorstand einberufen werden.

(4) Die Aufgaben der Mitgliederversammlung umfassen: Rückblick und Ausblick, d.h. inhaltliche Reflexion der Arbeit des Vereins im vorangegangenen Jahr sowie Perspektivenentwicklung für das kommende Jahr. Ferner gehören dazu:

a)      Jahresberichts des Vorstands,

b)      Kassen- und Revisionsbericht,

c)       Entlastung des Vorstands,

d)      Berichte der Arbeitsgruppen,

e)      Beschlussfassung über alle unterbreiteten Aufgaben und Anträge,

f)       die Wahl von zwei Rechnungsprüfern für das kommende Jahr,

g)      ggf. Wahl von Vorstandsmitgliedern,

h)      ggf. Satzungsänderungen,

i)        ggf. Auflösung des Vereins.

(5) Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Sie sind schriftlich niederzulegen und von einem Vorstandsmitglied und dem/der Protokollführer/in zu unterzeichnen.

(6) Für eine Satzungsänderung und/oder die Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von zwei Drittel der Anwesenden und ein gleich lautender Beschluss des Vorstands erforderlich.  #

 

§ 10  Der Vorstand

1) Der Vorstand besteht aus drei von der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliedern. Deren Amtszeit beträgt drei Jahre. Wiederwahlen sind möglich.

(2) Falls ein Mitglied während seiner Amtszeit ausscheidet, wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die Restzeit der Amtsperiode.

(3) Der Vorstand regelt intern, im eigenen Gremium, die Verteilung seiner Ämter und Aufgaben. 

(4) Der Vorstand vertritt gemäß § 26 BGB den Verein nach außen, gerichtlich und außergerichtlich; er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. In Absprache mit einander sind die drei Vorstandmitglieder je einzeln vertretungs- und unterschriftsberechtigt. Geringfügige Veränderungen, die das Vereinsregister betreffen, kann der Vorstand ohne Mitgliederversammlung vornehmen.

(5) Im Bewusstsein der Ziele des Vereins obliegt dem Vorstand die Führung der Geschäfte zur Erfüllung dieser Ziele. Dazu gehört u.a.

a)      die Aufnahme von Mitgliedern, Ehrenmitgliedern und Förderern,

b)      die Einberufung der Mitgliederversammlungen,

c)       die Erstellung des Jahresberichts und Rechenschaftslegung vor der Mitgliederversammlung,

d)      die Entscheidungen über Projektvorhaben,

e)      die Zusammenarbeit mit dem Beirat,

f)       das Wachhalten der Zielsetzungen der Friedensspirale.

(6) Der Vorstand kann einen Finanzverwalter und für die laufenden Geschäfte einen Geschäftsführer bestellen.

 

§ 11  Der Beirat 

(1)  Der Beirat besteht aus Vertretern

a)      der Arbeitsgruppen und -bereiche,

b)      der Regionalgruppen,

c)       der Gruppe der Förderer,

d)      der notwendigen Fachkompetenzen, die sowohl die Friedensziele des Vereins betreffen als auch die Geschäftsführung oder andere formale Angelegenheiten.

(2) Die Aufgabe des Beirates ist es, den Vorstand in der Wahrnehmung seiner Führungsfunktion zu beraten und zu unterstützen.

 

§ 12  Geschäftsführung, Durchführungsverordnung

(1) Jedes Organ und jede Einrichtung des Vereins kann sich unter Zugrundelegung der Satzung eine Geschäftsordnung oder Durchführungsverordnung geben.

(2) Bestehenden Geschäftsordnungen und Durchführungsvorschriften gelten mit Bekanntgabe für alle betreffenden Mitglieder.

 

§ 13  Auflösung des Vereins

(1) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vereinsvermögen an "das Netzwerk Friedenskooperative, Förderverein Frieden e.V.", z. Zt. Bonn, Römerstraße 88; das genannte Netzwerk darf das Vermögen nur unmittelbar und ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke verwenden. Falls dieser Verein zur gegebenen Zeit nicht in Frage kommt, geht das Vermögen unter den selben Bedingungen an einen anderen gemeinnützigen Verein, der Friedensarbeit zum Ziel hat, z.B. das "Forum Ziviler Friedensdienst", welches mit dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verbunden ist.

(2) Vor Beschlussfassung ist eine Stellungnahme des Finanzamtes einzuholen.

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